Spiraldynamik

Was ist Spiraldynamik?

Diese Frage höre ich immer wieder, wenn mich Teilnehmer/Kunden nach meinen Ausbildungen oder auch nach der Basis meiner Arbeit fragen.

Begriffe, wie Physiotherapie, Yoga, Qi Gong oder Pilates sind heute vielen Menschen bekannt und sie wissen, was dahinter steckt. Es geht um therapeutisches Behandeln struktureller Probleme des Bewegungsapparates, Beweglichkeit und Kraft, einen guten Fitnesszustand, Entspannung und Reduzierung von Stresszuständen und die Hoffnung, körperliches Wohlbefinden zu erlangen. Ist nun Spiraldynamik eine ganz neue, revolutionäre Methode, die uns nun garantiert all diese Wünsche erfüllt? Nein, dass ist sie nicht!

Spiraldynamik ist ein anatomisch begründetes Bewegungskonzept, indem es um dreidimensionales, funktionelles Bewegen geht.

Was heisst das nun genau? Vor über 20 Jahren haben sich Yolande Deswartes, eine französische Tänzerin und Physiotherapeutin und Christian Larsen, ein schweizer Arzt, auf die Suche nach Antworten gemacht. Antworten auf Fragen, wie: Gibt es Bewegungsprinzipien, die immer Gültigkeit haben, wenn es um menschliche Bewegung geht? Und kann uns der anatomische Aufbau der Knochen, Bänder, Faszien, und Muskeln nicht die Antwort liefern?

Als der Mensch sich im Laufe der Evolution aufgerichtet hat und zum Zweibeiner wurde, haben sich alle Strukturen an diese neuen Schwerkraftbedingungen angepasst. Und da wir wissen, dass es in der Natur keine evolutionären Kompromisse gibt, muss die Antwort lauten: ja, die Anatomie kann uns die Antworten liefern.

Im menschlichen Körper steckt das Potential für intelligentes (Fort-)Bewegen: ökonomisch, funktionell, präzise und sinnvoll. Und es ist dabei viel weniger eine Frage der Muskelgröße, sondern eher eine Frage der zeitlichen und räumlichen Ausrichtung.

Hier ein Beispiel: Schaut man sich den Gang von Models an, sieht man Folgendes: das Becken sinkt auf der Standbeinseite und kippt nach vorn (es entsteht ein Hohlkreuz). Das sieht scheinbar elegant und sexy aus, ist aber für das Hüftgelenk, Iliosakralgelenk und den unteren Rücken nicht funktionell. In dem Moment, wo das ganze Gewicht auf das Bein kommt, sind diese 3 Gelenke nicht stabil ausgerichtet. Auf Dauer kann es zu Beschwerden, wie Schmerzen, Verspannungen, Blockaden oder Arthrosen kommen.

Das spiraldynamische Bewegungskonzept zeigt hier auf, wie das Becken ausgerichtet sein muss, damit diese drei Gelenke stabil sind. Und das schont nicht nur die Gelenke, sondern sorgt für eine gute, kraftvolle Dynamik.

Und damit ist das spiraldynamische Bewegungskonzept keine neue Methode neben Yoga, Pilates, Qi Gong oder Physiotherapie. Es ist das jeder Bewegung, egal ob sie im Alltag, Beruf oder in einer Sportart stattfindet, zugrunde liegende Konzept, die anatomische Basis von Yoga, Joggen, Klettern, Pilates, Schwimmen oder auch Zähneputzen, Treppesteigen.

Wecken Sie das Potential in Ihrem Körper und genießen Sie die Möglichkeit, ein neues Körperbewusstsein zu entwickeln. Fühlen Sie sich wieder wohl in Ihrem Körper!